# Saturday, 30 August 2008
Heimlich während der Arbeitszeit surfen? Heimlich illegale Download tätigen? Heimlich private Angelegenheiten erledigen, obwohl die Betriebsvereinbarungen es verbieten?
Dies suggerieren zumindest die Headlines der folgenden (zufällig ausgesuchten) Presse-Artikel:

Worum geht es hier genau? Es geht um den "InPrivate"-Modus des Internet Explorer 8. Ich habe dazu schon viele Beiträge veröffentlicht, weswegen ich diesen Modus nicht von Grund auf noch Mal neu erkläre.
Aber ich möchte hier auf einen ganz wichtigen Umstand hinweisen: Der InPrivate-Modus wird hier fälschlicherweise als 'Porno-Modus' bezeichnet. Der Sinn und Zweck von InPrivate-Blockierung im IE8 ist es, dem Anwender die Wahl über die Art & Weise, wie er mit seinen personenbezogenen Daten umgehen kann, zurückzugeben. Er soll vor allem eine verbesserte Kontrolle über seine Online-Privatsphäre erhalten. Vielen Internet-Anwendern ist nicht klar, welche Daten während einer Browser-Session auf jedem PC abgelegt werden. Jeder von Ihnen kennt vielleicht die Szene, wenn man mal in einem Internet-Café den Browser-Verlauf aufruft. Wissen Sie wirklich, welche Cookies und temporäre Dateien auf dem PC verbleiben? Ich persönlich habe in meinem letzten Urlaub in so einem Verlauf sogar noch offene Browser-Sessions gefunden (z.B. zu einem Freemailer)...

Microsoft bietet Ihnen mit dieser Funktion im Internet Explorer 8 praktisch eine neue Art der Standard-Datenschutz-Funktion an. Diese gibt dem Anwender Klarheit und mehr Sicherheit über seine persönlichsten Daten. Sobald man sich im InPrivate-Modus des IE8 befindet, startet Internet Explorer 8 eine neue Browsersitzung, in der keinerlei Informationen über diese Browsersitzung auf der Festplatte gespeichert werden, z. B. Suchläufe oder Websitebesuche, Cookies oder temporäre Internet-Dateien oder gar Formulardaten oder Benutzernamen/Passworte. Dies ist sinnvoll wie ich oben bereits erwähnte, wenn man in einem Internet-Cafe sitzt, wenn man sich den PC seines Kollegen ausborgt, ein Weihnachtsgeschenk für seinen Partner recherchiert (am gemeinsam genutzten PC), an einem Bibliotheks-Computer sitzt usw.

Wer also schreibt, dass "... in Fachkreisen [InPrivate-Blockierung] gern als "Porno-Modus" bezeichnet..." wird, suggeriert dem Leser ein Gefühl der "anonymen Sicherheit", das es so nicht gibt.
InPrivate geschieht
lokal auf dem PC und endet spätestens dort, wo Daten den PC verlassen.

Was meine ich damit?
Der InPrivate-Modus ermöglich nicht, dass z.B. der Internetdienstanbieter (ISP), ihr Firmenserver oder Firmenfirewalls, der Hoster und / oder  der Webseitenanbieter oder der Proxy (usw.) ihre Internetverbindungen aufzeichnen. D.h. der InPrivate-Modus ist eine lokale Anwendung, keine serverseitige Anwendung und sie verhindert nicht, dass z.B. gesetzlich erforderliche Daten beim ISP gespeichert werden, Ihre Firma / Netzwerkverbund nicht mehr registrieren kann welche Seiten Sie besucht haben.

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