# Friday, 04 August 2006

Um die Datensicherheit von Microsoft-Kunden noch besser zu schützen und ihre Software auf den neuesten Stand zu bringen, wird Microsoft seinen Internet Explorer 7 kurz nach dessen Final Release (geplant für das vierte Quartal 2006) über seine Aktualisierungskanäle „Automatische Updates“, „Windows Update“ und „Microsoft Update“ als Prioritätsupdate verteilen.

Was bedeutet das für IT-Administratoren?
Internet Explorer 7 Beta 3 DownloadVerbesserte Sicherheitsoptionen, Plattformverwaltung und die Bedienbarkeitsfeatures von Internet Explorer 7 eröffnen mehr Möglichkeiten bei der IT-Administration, erleichtern das Browsen und schützen Benutzer und Organisationen vor bösartiger Software und betrügerischen Websites.

Die Verteilung über „Automatische Updates“ ist dazu gedacht, die Sicherheitssituation von Einzelbenutzern und Kleinunternehmen zu verbessern. Microsoft ist bewusst, dass IT-Administratoren den Internet Explorer 7 möglicherweise auf anderen Wegen bereitstellen möchten. Im nachfolgenden erhaltet Ihr einen Überblick über die geplante Verteilung und erfahrt, wie IT-Administratoren verhindern können, dass IE7 über „Automatische Updates“ in ihren Organisationen verteilt wird.

Verteilung über Automatische Updates
Damit Kunden von den Vorteilen des Internet Explorer 7 profitieren können, empfiehlt Microsoft die Bereitstellung seines neuen Browsers. Microsoft ist bewusst, dass Organisationen, die nicht verwaltete Computer über Automatische Updates auf den neuesten Stand bringen, die Bereitstellung von Internet Explorer 7 aufschieben möchten (um z.B. Zeit zu gewinnen für Produktschulungen oder weitere Tests an browserbasierten unternehmensinternen Anwendungen und Websites).
Damit bei diesen Organisationen möglichst wenige Störungen auftreten, sind im Zusammenhang mit der Verteilung von Internet Explorer 7 die folgenden Vorkehrungen getroffen worden:

  1. Der Automatische Updates-Client teilt Benutzern vor Installationsbeginn mit, dass ein Upgrade für Internet Explorer verfügbar ist.
  2. Internet Explorer 7 wird erst dann installiert, wenn sich der Benutzer (muss als lokaler Administrator eingerichtet sein) mit dem Update einverstanden erklärt. (Benutzer können die Installation auch ablehnen oder verlangen, später noch einmal erinnert zu werden.)
  3. Microsoft hat im Microsoft Download Center das Blocker Toolkit für Internet Explorer 7 bereitgestellt. Damit können IT-Administratoren verhindern, dass Benutzer über Automatische Updates, Windows Update und Microsoft Update Internet Explorer 7 als Prioritätsupdate erhalten.
  4. Benutzer haben die Möglichkeit, ihre Browsersoftware auf Internet Explorer 6 zurückzusetzen. Dazu muss Internet Explorer 7 in der Systemsteuerung über das Dienstprogramm „Software“ deinstalliert werden.


Erforderliche Maßnahmen
Wenn Ihr verhindern möchtet, dass Benutzer Internet Explorer 7 über „Automatische Updates“, „Windows Update“ oder „Microsoft Update“ erhalten, empfiehlt Microsoft, eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen zu ergreifen:

  1. Blocker Toolkit für Internet Explorer 7 herunterladen und bereitstellen. Das unbefristet gültige Blocker Toolkit enthält eine Gruppenrichtlinien-Vorlage und ein Skript. Dieses sorgt dafür, dass ein Registrierungsschlüssel so festgelegt wird, dass Automatische Updates, Windows Update und Microsoft Update den Internet Explorer 7 NICHT als Prioritätsupdate anbieten. Das Blocker Toolkit steht im Microsoft Download Center http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=65788 zum Herunterladen bereit. (Hinweis: Das Blocker Toolkit verhindert nicht, dass lokale Administratoren den Internet Explorer 7 – z. B. über externe Medien oder das Microsoft Download Center – manuell installieren können.)
     
  2. Eine Update-Verwaltungslösung bereitstellen, durch die festgelegt werden kann, welche Updates den Netzwerkcomputern bereitgestellt werden. Für die Updateverwaltung bietet Microsoft die kostenlosen Produkte „Windows Server Update Services“ (http://www.microsoft.com/windowsserversystem/updateservices/default.mspx)  sowie das etwas leistungsfähigere „Systems Management Server 2003“ (http://www.microsoft.com/smserver/default.mspx) an. IT-Administratoren, die mit Updateverwaltungslösungen arbeiten, sollten die Verteilung von Internet Explorer 7 über die Standardfeatures ihres Produkts steuern, und nicht über das Blocker Toolkit.
     
  3. Verhindern, dass Benutzer auf ihren Computern als lokale Administratoren eingerichtet sind. Benutzern, die nicht als lokale Administratoren eingerichtet sind, wird das Update nicht angeboten. Bei solchen Benutzern kann die manuelle Installation von Internet Explorer 7 (sowie allen anderen Anwendungen) unterbunden werden.
     
  4. Benutzer anweisen, Internet Explorer 7 abzulehnen, wenn sie von „Automatische Updates“ über die Updateverfügbarkeit informiert werden. Falls sich die aufgeführten Maßnahmen in der Organisation nicht umsetzen lassen, können die Benutzer auch dazu anwiesen werden, auf dem Willkommenbildschirm von Internet Explorer 7 auf „Nicht installieren“ zu klicken. Die Benutzer erhalten die Mitteilung, ohne dass dafür besondere Aktionen erforderlich sind, und alle Benutzer haben die Möglichkeit, die Installation abzulehnen.

Wenn das Final Release von Internet Explorer 7 näher rückt, erhaltet Ihr ausführlichere Informationen über wichtige Features, Kompatibilitätstests und empfehlenswerte Bereitstellungsoptionen. Bis dahin könnt Ihr über die nachfolgenden Links allerhand Nützliches abrufen, z. B. ein Vorbereitungs-Toolkit, eine Zusammenfassung der technischen Details und der Features sowie eine Beta 3-Version von Internet Explorer 7.

Zusätzliche Informationen (in englischer Sprache)
Internet Explorer 7 über „Automatische Updates“

Internet Explorer 7

Lösungen zur Updateverwaltung

So - das war das Wort zum Wochenende ;-)

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