# Saturday, 18 November 2006

Kurz vor der Markteinführung von Windows Vista hat Microsoft die Lizenzbedingungen bekannt gegeben.
Für Privatkunden gibt es im Vergleich zu Windows XP nur geringfügige Änderungen. Bei Unternehmenskunden ändert sich etwas mehr.

Wollen Privatkunden das Programm auf einem neuen PC installieren oder rüsten sie einen Computer mit neuen Hardware-Bestandteilen auf, brauchen sie zwar prinzipiell eine neue Lizenz. Es reicht jedoch eine Reaktivierung der vorhandenen Lizenz, solange die Software auf dem alten Gerät deinstalliert und die Lizenz nicht auf mehreren Geräten gleichzeitig genutzt wird. Die Reaktivierung funktioniert so oft wie gewünscht. Nach einer Änderung an der Hardware-Ausstattung seines Rechners hat der Nutzer drei Tage Zeit, um die Lizenz zu reaktivieren. Dies funktioniert online oder telefonisch. Falls Microsoft feststellt, dass erhebliche Änderungen effektiv zu einem neuen Rechner geführt haben, wird der Kunde um telefonischen Kontakt mit dem Support-Team gebeten.

Die Lizenz von Windows Vista wird nun regelmäßig über Windows Genuine Advantage (WGA) geprüft. Diese Technologie ermittelt, ob auf dem PC eine Original-Software-Lizenz von Windows Vista eingesetzt wird. Fehlgeschlagene Validierungen führen zum Verlust des Zugangs auf bestimmte Funktionen. Dazu gehören Windows Aero, einige Spyware-Filter des Windows Defender und Windows ReadyBoost für die Nutzung von USB-Sticks zum schnelleren Arbeiten. Außerdem wird der Nutzer regelmäßig benachrichtigt, dass er kein originales System einsetzt.

Darüber hinaus wurde die Garantiezeit von Windows Vista von 90 Tagen auf ein Jahr verlängert und stimmt so mit den meisten anderen Microsoft-Produkten überein. Und jeder Privatnutzer darf ausdrücklich eine Backup-Kopie von Windows Vista erstellen. Entwickler mit MSDN-Abonnement können dagegen so viele Kopien des Programms nutzen, wie sie für ihre Arbeit benötigen.

Änderungen für Unternehmen

Kunden mit Enterprise- oder Volumenlizenzen benötigen Volume Activation 2.0 (VA 2.0) zur Aktivierung und Verwaltung der Lizenzen auf jedem PC. Mit der Einführung von Windows Vista gibt es zwei Typen von Volumenlizenzschlüsseln: Der Multiple Activation Key (MAK) aktiviert PCs über eine direkte Verbindung mit Microsoft-Servern per Internet oder telefonisch. Mit dem Key Management Service (KMS) können Unternehmen selbst Computer in ihrem Netzwerk aktivieren. Die PCs müssen sich anschließend zur Reaktivierung mindestens einmal alle sechs Monate intern mit dem Key Management Service in Verbindung setzen.

Die Lizenzbestimmungen von Windows Vista legen für jede Edition die genauen Nutzungsrechte für die Verwendung innerhalb virtueller Hardwaresysteme fest. Sie berechtigen dazu, die auf dem lizenzierten Gerät installierte Software innerhalb eines virtuellen Hardwaresystems zu verwenden. Es ist aber auch bei Windows Vista nicht erlaubt, eine Lizenz auf einem Gerät zu installieren und eine Kopie davon in einer virtuellen Maschine. Denn für jedes Gerät und für jede Installation ist eine eigene Lizenz nötig.

Windows-Lizenzen, die im Rahmen von Software Assurance erworben wurden, gewähren das Recht auf die Windows Vista Enterprise Edition und damit das zusätzliche Nutzungsrecht, bis zu vier Kopien innerhalb virtueller Umgebungen zu verwenden. Alle Windows Vista-Versionen können ein virtuelles Gast-Betriebssystem enthalten. Windows Vista Business, Enterprise und Ultimate können selbst ein Gast-Betriebssystem sein.

Upgrades auf umfangreichere Windows Vista-Editionen inklusive Lizenznachweis erfolgen durch Windows Anytime Upgrade, das sich derzeit noch in der Entwicklung befindet. Details zu Funktionen oder Fertigstellungstermin stehen daher noch nicht fest.


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