# Monday, 09 April 2007

Microsoft Digital Advertising Solutions veröffentlichte eine europaweite Studie zum Thema Social Networking. Laut der Untersuchung können Werbetreibende aus den Empfehlungen von Usern in Social Networks einen echten Nutzwert ziehen: 23 Prozent der so genannten Social Networker veröffentlichen Kommentare als Reaktion auf bestimmte Werbeanzeigen. Rund ein Viertel leitet Online-Anzeigen an Freunde weiter.

Die Studie wurde von Matrix Lab im Auftrag von Microsoft Digital Advertising Solutions durchgeführt. Es wurden die unterschiedlichen Social-Networking-Trends in acht europäischen Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande und Spanien) untersucht, um die Bedeutung der Social-Networking-Landschaft für Werbetreibende aufzuzeigen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie

  • 23 Prozent der europäischen Social Networker veröffentlichen Kommentare zu einer Werbeanzeige und ein Viertel leitet eine Anzeige weiter. Damit kommt der Empfehlung innerhalb von sozialen Netzwerken eine ganz entscheidende Rolle zu.
     
  • Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass Social Networker ihrer Community vertrauen. 64 Prozent der User informieren sich, nachdem sie Informationen auf der Webseite eines Freundes gelesen haben, zusätzlich auf anderen Seiten, weil sie weitergehende Information wünschen.
     
  • Die Untersuchung bringt außerdem zutage, dass das Werbepotenzial in Social Networks enorm ist: 60 Prozent der Social Networker sind bereit, gesponserte und markenspezifische Inhalte auf ihren persönlichen Spaces zu platzieren. Werbetreibende können Social Networking Communities also für sich nutzbar machen, indem sie den Usern interessante und relevante Inhalte zur Verfügung stellen.
     
  • Weiter zeigt die Studie auf, dass bereits 43 Prozent der User den persönlichen Space eines Markenunternehmens besucht haben und rund 16 Prozent mit den Unternehmen in Dialog getreten sind oder eine Nachricht geschickt haben. Dieses Ergebnis legt den Schluss nahe, dass Konsumenten sich einen intensiveren Austausch mit Markenunternehmen wünschen und in der Online-Welt tatsächlich mit ihnen in Kontakt treten.

Neue Einnahmequellen für Werbetreibende werden durch die Studie ebenfalls offensichtlich: Laut Schätzungen existieren weltweit rund 215 Millionen User Accounts(*) in Social Networks: Werbetreibende können die einflussreichsten dieser User identifizieren, damit diese die Marke innerhalb ihres Netzwerks weiter empfehlen und in ihre Site integrieren. Durch diese Art leistungsbezogener Empfehlungen können Werbetreibende für Social Networker einen Anreiz schaffen, um ihre Netzwerke zu monetarisieren.

Marc Bresseel, Regional Sales Director, EMEA, Microsoft Digital Advertising Solutions, erläutert: "Social Networking hat die Spielregeln verändert. Die User haben jetzt die Macht, eine Marke an die Spitze zu bringen oder auch fallen zu lassen. Werbetreibende sollten bereit sein, ihre Marke für einflussreiche Social Networker zu öffnen und feste Beziehungen mit ihnen aufzubauen, wenn diese die Marke in die Communities tragen sollen. Dadurch eröffnet sich ein wechselseitiger Dialog: Das Markenunternehmen erhält Feedback, der Social Networker wiederum könnte für sein Engagement "belohnt" werden."

Über die Studie: Das Verhalten von Social Networkern
In allen untersuchten Regionen war die Akzeptanz von Social Networking sehr hoch. Ein Drittel aller europäischen Social Networker besucht mindestens einmal am Tag ein Netzwerk, 41 Prozent sogar mehrmals die Woche. Social Networking ist grundsätzlich eine beliebte Abend-Aktivität: 44 Prozent der europäischen Social Networker loggen sich zwischen 20 Uhr und 23 Uhr ein. Im Durchschnitt verbringen 25 Prozent mindestens 15 bis 29 Minuten in ihrem Netzwerk. Etwa ein Drittel ist zwischen 30 bis 59 Minuten dort aktiv.

Als wichtigsten Grund für den Besuch von Social Networks gaben die User den Kontakt zu Freunden (60 Prozent) an. Etwa die Hälfte nutzen Social Networks, um ihre Meinungen und Sichtweisen auszudrücken, und 60 Prozent, um andere Spaces zu besuchen. Für Werbetreibende eröffnen sich neue Möglichkeiten, wenn sie die unterschiedlichen Verhaltensmuster der verschiedenen User, deren Werte und Motivationen in den unterschiedlichen Social Networks verstehen und ihre Kampagnen effizienter platzieren.

Die Studie verdeutlicht auch, wie die User in der neuen Online-Welt Beziehungen schmieden. Die größte Herausforderung für Werbetreibende ist die Ansprache dieser erfahrenen Online-Community. Jaap Favier, Senior Research Director bei Forrester Research, stellt heraus: "Für Marketing-Fachleute ist es oberstes Ziel, Kontakt mit der für sie wertvollen, aber schwer erreichbaren Zielgruppe der 25-35-Jährigen aufzunehmen. Für sie sind soziale Netzwerke ein kosteneffizienter Vertriebskanal und vor allem ein Kanal, über den ihre Marke weiter an Glaubwürdigkeit bei der Zielgruppe gewinnt."

Weitere Informationen zur Studie
Ein Executive Summary mit weiteren Informationen und Details zu den Länderergebnissen erhalten Sie auf Anfrage: sabine.haimerl@vibrio.de oder 089/32151-869.

Networking und Community lebe hoch :)

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Friday, 03 August 2007 15:41:11 (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
dass social networks die zur zeit populärste und wirkungsvollste art der kommunikation darstellen, bleibt unumstritten. aber dennoch steckt das konzept noch in den kinderschuhen, da hier rein technisch noch sehr vieles möglich ist.
ohne konzept scheint aber auch ein so sicheres modell nicht richtig zu funktionieren. ein für mich perfektes beispiel ist myspace, welches in den anfangsjahren mit einer konkreten strategie, nämlich kommunikation (vorwiegend in der musikszene) unter gleichgesinnten, begonnen hat. das ergebnis war eine stetiges und gesundes wachstum. in den letzten jahren konnte man jedoch beobachten, dass das anfangs klare konzept immer schwammiger wurde. das heisst, es konnten sich menschen registrieren, die ausschließlich ihren egotrip befriedigen wollen, anstatt wirklich zu kommunizieren.
als reaktion auf oberflächlichkeiten entwichkelt sich in letzter zeit eine neue art von kommunikation. ein perfektes beispiel bildet zur zeit bizzlounge, welche auf basis von seriösen beiträgen unter gleichgesinnten opinion leadern die renaissance der werte betont. diese plattformen werden natürlich kein millionenpublikum finden, bleiben jedoch in ihrer struktur stabil und somit langhaltig.
hornung
Tuesday, 07 August 2007 13:27:08 (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)
Networking ist eben nicht nur aus beruflicher sicht sehr vorherrschend, ich denke es hat auch den privaten Bereich schon stark erobert. Das sieht man eh an deinen Beispielen, hornung! Es ist einfach sich so über das Netz auszutauschen und Meinungen zu erhaben, auch auf ganz privaten Gebieten, man tauscht sich eben aus über Erfahrungen, Werte, Meinungen zu diversen Themen. Und sei das Forum oder die blog Page auch noch so klein, viele finden regen Anklang und können überleben. Das Feld ist sicher auch noch nicht ganz erobert, und gerade in der Zukunft wird sich da nochmals viel drehen und wenden, aber networking ist eindeutig die Zukunft, das wird wohl keiner abstreiten.
miezl
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